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Äthiopien Reisen
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Unsere Individual- und Gruppenreisen nach Äthiopien. Für alle, die gerne hinter die Kulissen der Afrika-Klischees blicken.
Die Wiege der Menschheit
Oft wird das östliche Afrika von Forschern als die “Wiege der Menschheit” bezeichnet. Funde von Überresten einer Art Vormensch wurden dabei auf dem Gebiet des heutigen Äthiopiens gefunden und belegen das Vorkommen der frühen Gattung
Homo in der Region. Tatsächlich ist Äthiopien der älteste durchgehend unabhängige Staat Afrikas und blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Das aksumitische Reich
Schon 1 Jahrhundert nach Christus entstand am Horn von Afrika das Königreich Aksum, das schon damals aktiven Handel mit Indien, Arabien und Ländern der Mittelmeerregion betrieb. Das Reich, welches das Christentum als Staatsreligion anerkannt hatte, musste sich ab dem 7. Jahrhundert ach Christus gegen den Islam wehren, der ausgehend vom Norden Afrikas weiter in südliche Regionen vordrang. Aksum isolierte sich, konnte sich aber so gegen den Islam behaupten.

Einige Zeit später, im 10. Jahrhundert löste sich das Reich von Aksum auf, die Macht im Kaiserreich Amhara fiel nun in die Händer der ebenfalls christlichen Salomoniden. Amharisch wurde zur offiziellen Landessprache.

Die Ankunft der Portugiesen und Verfall des Kaiserreichs
Die Entdeckung Äthiopiens durch die Portugiesen im 15. Jahrhundert führte zur erfolgreichen Abwehr der Osmanen, die von der Küste des roten Meers aus Eroberungszüge durchführen wollten. Durch Versuche, die Bevölkerung Äthiopiens zum katholischen Christentum zu bekehren, wurden die Missionare des Landes verwiesen und der portugiesische Einfluss nahm rasch wieder ab. Als es ab 1700 langsam zum Verfall des Kaiserreichs kam, entstanden viele kleine Fürstentümer, bevor es durch Kaiser Tewodros II. wieder zur Entstehung eines Großreiches kam.

Kolonialisierung - die Niederlage der Italiener und Ras Tafari Mekonnen
Wie viele andere afrikanische Länder geriet auch Äthiopien im 19. Jahrhundert stark in den Fokus europäischer Großmächte und deren Kolonialisierungsgedanken. Doch nicht nur Europa stellte für das Kaiserreich eine Bedrohung dar, hinzu kamen die Madhi-Krieger aus dem benachbarten Sudan. Der Zusammenschluss Äthiopiens mit Italien, im Sinne eines Schutzvertrages endete in einem Krieg, als italienische Truppen versuchten das Land zu besetzen. Dieser Krieg ging mit einer Niederlage Italiens zu Ende, was die Unabhängigkeit Äthiopiens weiterhin gewährleistete.

1930 wurde Ras Tafari Mekonnen der 225. äthiopische Kaiser, unter ihm kam es unter anderem zur Abschaffung der Sklaverei, zu Reformen in Rechts- und Bildungswesen und schließlich zur ersten schriftlichen Verfassung. Kurze Zeit später okkupierten italienische Truppen Äthiopien und das Land gehörte zu “Italienisch-Ostafrika”, lange hielt die italienische Besitznahme allerdings nicht an. Während des zweiten Weltkriegs kam es zur Befreiung Äthiopiens durch britische Truppen und der Kaiser konnte aus seinem Londoner Exil zurückkehren. Im Jahr 1948 erhielt das Land die volle innere und äußere Autonomie zurück.

Militärputsch und äthiopischer Bürgerkrieg
Nachdem es in Äthiopien vermehrt zu innenpolitischen Unruhen kam, eskalierte die Situation 1974 und es kam zu einem Militärputsch. Der Kaiser wurde entmachtet und eine provisorische Militärregierung versuchte Äthiopien in eine Volksrepublik umzugestalten. Im Zuge dessen wurde die Verfassung außer Kraft gesetzt und die Monarchie abgeschafft. Im Jahr 1977 kam es schließlich zum offenen Krieg mit Somalia, den Äthiopien mit der Hilfe der UdSSR gewinnen konnte. Der Krieg hatte jedoch schlimme Folgen für das Land. Eine längere Dürreperiode, in Zusammenhang mit Misserfolgen durch anhaltende kriegerische Handlungen kam es zu einer Hungerkatastrophe, bei der in einem Zeitraum von nur zwei Jahren etwa 1 Millionen Menschen starben. Der 30 Jahre anhaltende Bürgerkrieg hatte zudem die Verwüstung des Landes zu Folge. Mit internationaler Hilfe sollte Äthiopien wieder aufgebaut werden. Es folgte eine enge wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit mit Eritrea.

Die neue Verfassung und das Friedensabkommen mit Somalia
Der neuen Verfassung, die im Jahr 1994 eingeführt wurde, folgten ein Jahr später die ersten freien Wahlen. Staatspräsident wurde Negasso Gidada, ihm folgte im Jahr 2001 Girma Wolde Giorgis. Trotz der vorläufig eingekehrten Ruhe im Land kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Unruhen und Auseinandersetzungen. Meist beruhten die Konflikte auf Debatten bezüglich des Grenzverlaufs zwischen Somalia und Äthiopien. Trotz angekündigter Waffenruhen und der Einführung einer Sicherheitszone kam es immer wieder zu Angriffen und Gefechten. Nachdem die Situation 2007 eskalierte und zum Tod einiger hundert Regierungssoldaten führte, wurde drei Jahre später ein Friedensabkommen unterzeichnet. Seitdem ist es weitgehend ruhig im Land, dennoch muss sich die Regierung immer wieder gegen Vorwürfe wehren, sie könne das Land politisch nicht stabilisieren. Hinzu kommen Beschuldigungen bezüglich Folter und falschen Gerichtsurteilen bei Oppositionellen.
Geographische Besonderheiten
Äthiopien ist ein Binnenstaat im östlichen Afrika und hat somit keinen Zugang zu einem Meer oder Ozean. Die Demokratische Republik Äthiopien nimmt innerhalb des afrikanischen Kontinents eine Sonderrolle ein, da es neben Lesotho das am höchsten gelegene Land des Kontinents darstellt. Trotz der Höhen hat der größte Teil des Hochlands Mittelgebirgscharakter, mit gemäßigtem Klima. Durch die Mitte des Landes zieht sich zudem der äthiopische Graben, der Teil des ostafrikanischen Grabenbruchs ist und der das Hochland Äthiopiens in einen nordwestlichen und einen südöstlichen Teil trennt.

Simien Nationalpark und höchster Berg Äthiopiens, der Ras Dashen
Äthiopien verfügt über 13 Nationalparks, besonders im Interessenfeld vieler Reisende befindet sich der Simien Nationalpark im Norden des Landes, der schon seit 1978 UNESCO Weltnaturerbe ist. Der Nationalpark ist ein sehr beliebtes Wandergebiet für Jung und Alt. Er ist nicht nur aufgrund des höchsten Berges Äthiopiens, den Ras Dashen, ein beliebtes Touristenziel. Reisende können mit etwas Glück endemische Arten zu Gesicht bekommen, den äthiopische Steinbock, den Dschelada Pavian oder auch den äthiopische Wolf.

Ethnische Vielfalt Äthiopiens
In Äthiopien sind etwa 79 Millionen Menschen beheimatet, also fast so viele wie in Deutschland, obwohl Äthiopien ungefähr dreimal größer ist als Deutschland, wenn man die Fläche betrachtet. Die Einwohner gehören einer der über 80 verschiedenen Ethnien an, die größten Bevölkerungsgruppen sind die Oromo und die Amhara. Die größte Stadt des Landes ist mit Abstand die Hauptstadt Addis Abeba, die rund 3 Millionen Menschen beheimatet.
Religionen in Äthiopien
Bezüglich Religion sind in Äthiopien hauptsächlich zwei große Glaubensgemeinschaften vertreten, zum einen der Islam und zum anderen die äthiopisch-orthodoxe Kirche. Außerdem spielen verschiedene Naturreligionen eine wichtige Rolle.

Sprachenvielfalt
Insgesamt werden im Land über 70 verschiedene Sprachen gesprochen, die alle gleichrangig anerkannt sind. Amtssprache Äthiopiens ist Amharisch, wobei Englisch in den Bereichen Handel und Bildung zunehmend üblich ist und teilweise auch vom Italienischen oder Französischen Gebrauch gemacht wird.
Von Injera bis Kaffee
Fragt man Reisende, die sich in verschiedensten afrikanischen Ländern aufgehalten haben, welche Küche sie als beste empfunden haben, wird man oft Schwärmereien über das äthiopische Essen hören. Grundlage äthiopischer Speisen ist eine Art Sauerteig Fladenbot, genannt Injera. Dazu werden verschiedene Saucen und Beilagen serviert, wer es sich leisten kann serviert Fleisch, bevorzugt Lammfleisch. Mittwochs und Freitags verbietet die äthiopische Küche den Verzehr tierischer Produkte, es wird auf Gemüse, zum Beispiel auf Gemüseeintopf, genannt Alitscha ausgewichen.

Gegessen wird meist mit der Hand, wobei das Injera oft sowohl Teller, als auch Besteck ersetzt. Typisch äthiopische Getränke sind Honigwein, Hirsebier und selbstverständlich Kaffee, für den das Land weltweit bekannt ist.
Geringe jahreszeitliche Temperaturunterschiede
Die Lage am Äquator bedingt Äthiopiens geringe jahreszeitliche Temperaturunterschiede. Äthiopien verfügt über vier Klimazonen. Im Osten und Norden befindet sich die tropisch-heiße Zone, im Zentrum die warm-gemäßigte, die kühle Zone, welche über der warm-gemäßigten liegt und die kalte Zone ab einer Höhe von 3.900m.

Regen- und Trockenzeiten
Von Juni bis September herrscht in Äthiopien Regenzeit, von Oktober bis Mai Trockenzeit. Besonders für Reisende zu empfehlen sind deshalb die Monate von Oktober bis Mai, da die Temperaturen zu dieser Zeit angenehm sind und es fast durchgehend trocken ist.

Von einer Reise während des europäischen Sommers ist eher abzuraten, da es während dieser Zeit zu starkem Regen und Wolkenbrüchen kommen kann, Straßen und vor allem Pisten unpassierbar sind und eine Reise deshalb schwer umsetzbar.
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