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Äthiopien Rundreise 15 Tage - Äthiopien (Norden) Studienreise 15 Tage ab 2749 €
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Rundreise 15 Tage - Äthiopien (Norden) Studienreise

Die perfekte Reise für alle Geschichtsinteressierten, mit tiefem Einblick in die jahrtausendealten Kulturen Äthiopiens. Eine Zeitreise von den Anfängen der „salomonischen“ Kaiserdynastie, die ihren Ursprung auf die sagenumwobene Königin von Saba im 10. Jhdt. v. Chr. zurückführt, bis in die Gegenwart.

Erleben Sie die junge und quirlige Hauptstadt Addis Abeba mit ihrem reichhaltigen Kulturangebot, besuchen Sie das Kloster Debre Markos und spazieren Sie entlang des Blauen Nils. Entspannen Sie in der mediterranen und beschauliche Kleinstadt Bahir Dar an den Ufern des Tanasees und tauchen Sie bei einer Bootstour über den Lake Tana in das religiöse Leben äthiopisch-orthodoxer Klöster ein. Sie werden merken: Geschichte und religiöse Gründungsmythen liegen in Äthiopien eng beisammen. 

Auf unserer weiteren Reise durch den historischen Norden besichtigen Sie die erhabene Königsstadt Gonder, die heute, genauso wie Aksum und Lalibela zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Auf unserer Fahrt nach Aksum - dem angeblichen Aufbewahrungsort der Bundeslade - verweilen wir in den landschaftlich beeindruckenden Simien Mountains. Hier erwartet Sie ein spannender Vortrag zum ostafrikanischen Grabenbruch. Im Simien Nationalpark erhalten Sie bei einer Wanderung mit einem lokalen Rangern Einblick in diesen faszinierenden Lebensraum und die Herausforderungen des Artenschutzes. Freuen Sie sich auf zahlreiche Highlights wie die weltberühmten Stelen in Aksum und natürlich die beeindruckenden monolithischen Kirchen in Lalibela. 
© Mingle Africa Spähn & Witt GmbH
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Für uns selbstverständlich:
Eine garantierte Durchführung der Reisen ab 4 Personen.
Kleine Gruppengrößen mit maximal 12 Personen.
Sozial verantwortliches Reisen, das vor Ort die wirtschaftlichen Strukturen stärkt, z.B. durch familiengeführte Unterkünfte und lokale Guides.
Ein respektvoller Umgang mit der lokalen Bevölkerung, der die Privatsphäre und Würde der Menschen achtet und Armut nicht zur touristischen Attraktion werden lässt.
Umweltbewusstes Reisen, z.B. durch einen Verzicht auf Inlandsflüge und Stadtbesichtigungen zu Fuß oder mit dem Rad.
Gerne organisieren wir für Sie ein Hotel, wenn Sie früher anreisen oder abreisen möchten.
1. Tag

Addis Abeba – Die „Neue Blume“

Wer durch Addis Abeba schlendert, dem fällt eines ganz gewiss auf: Diese Stadt und dieses Land sind unglaublich jung. Der Median liegt in Äthiopien bei gerademal 18 Jahren. In Deutschland sind es 46 Jahre. Doch nicht nur die Menschen sind jung, auch die Stadtgeschichte von Addis beginnt erst im 19. Jahrhundert. Ein Wimpernschlag im Vergleich zur altehrwürdigen Geschichte in anderen Landesteilen. An Ihrem ersten Tag erhalten Sie Einblick in die rasante Entwicklung dieser Stadt. 

Ihren Anfang nimmt sie 1889 mit Kaiser Menelik II., dessen Palast auf dem nahe gelegenen Berg Entoto thront. Doch seiner Frau war es hier oben zu kühl und so gab Menelik II. einen neuen Palast im Tal in Auftrag. Der Grundstein für die „Neue Blume“, so die wörtliche Übersetzung von Addis Abeba, war gelegt. Bei einem Besuch des alten Palastes, haben Sie einen Rundumblick auf die Stadt. Auf dem Berg können Sie noch eine Entwicklung sehen, die auf Menelik zurückgeht: Aus Australien eingeführter Eukalyptus. Die Bäume sind Fluch und Segen zugleich. Denn der schnell wachsende Eukalyptus half zwar die Knappheit an Bauholz zu lösen, er verhindert allerdings keine Bodenerosion. Ein Problem in weiten Landesteilen. 

Im Tal besuchen Sie die wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten, darunter die Holy Trinity Cathedral, die St. George Cathedral wo Kaiser Haile Selassie gekrönt wurde, das Tiglachin - ein Denkmal an die Opfer des Ogadenkrieges, das Mausoleum Menelik II. und den Meskel Square. Ihr Streifzug durch die Geschichte reicht vom Aufstieg der Stadt, Ihrer Blütezeit mit der Gründung der ersten Eisenbahnlinie Afrikas, der italienischen Besatzungszeit, bis zum Verfall der städtischen Infrastruktur.  Ein spannender Tag, der Ihnen diese Stadt und das Land ans Herz wachsen lässt.
2. Tag

Addis Abeba – Aufbruch und Umbruch

Ausgeruht setzen Sie an diesem Tag Ihre Reise durch die Geschichte fort. Neben einigen verbliebenen Sehenswürdigkeiten, wenden wir uns an diesem Tag der jüngeren Geschichte zu. Seit einigen Jahren herrscht in der Stadt ein wahrer Bauboom. Zu den jüngsten Errungenschaften der Stadt gehört die neue Stadtbahn. Eine Mischung aus U-Bahn und moderner Straßenbahn, welche die Stadt in Nord-Südrichtung miteinander verbindet. Ein Symbol des Fortschritts - gebaut und finanziert mit chinesischer Hilfe - wie so viele Bauprojekte in afrikanischen Ländern. 

Äthiopien ist dabei, sein Image als Armenhaus Afrikas abzuschütteln. Aufwind bekommt die Stadt dabei auch durch den Sitz der Afrikanischen Union in Addis, welche Sie heute zumindest von außen besichtigen. Weitere Stationen auf Ihrem Weg durch die Millionenstadt sind das German House und der Merkato. Nach wie vor gibt es zahlreiche Herausforderungen. Viele Menschen finden nur informelle Arbeit und auch der informelle Wohnsektor boomt. Der Merkato, ist ein Beispiel, das einem die Probleme vor Augen führt. Wer bei diesem Markt an bunte Stände mit wohlgeordneter Ware denkt, wird eines besseren belehrt. In vielen Bereichen wirkt der Merkato eher wie ein Slum. Doch auch diese Seite von Addis wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

Nach dem hektischen Treiben in der Stadt, können Sie sich am Abend bei einer kulturellen Veranstaltung erholen. Das kulturelle Angebot ist riesig und vielfältig. Berühmt ist Addis für seine Jazzszene.
3. Tag

Fahrt nach Debre Markos – Kostbares Wasser und endemische Arten

An diesem Morgen verlassen Sie die hektische Metropole. Ihr Ziel an diesem Tag ist Debre Markos. Einen ersten Zwischenstopp legen Sie am Kloster Debre Libanos ein. Das Kloster ist mit rund 500 Mönchen das größte Kloster des Landes. Auf einer kleinen Wanderung durch die Jemma Schlucht und über die Portugiesische Brücke, können Sie sich von der Fahrt erholen. Die Schlucht ist ein beliebtes Ziel für Ornithologen. Hier kann man zahlreiche endemische Arten bestaunen. Darunter der Weißschnabelstar und der abessinische Wacholderspecht. Beeindruckend ist vor allem die große Zahl an Raubvögeln: Lämmergeier, Kaffernadler, ägyptische Geier, Weißrückengeier und verschiedene Falkenarten.

Nach dem Mittagessen fahren Sie weiter, zur Schlucht des Blauen Nils. Bei Ihrem Spaziergang über die Nilbrücke kann ihr Guide Ihnen mehr über diesen faszinierenden Fluss erzählen, der die Lebensader für zahlreiche Staaten darstellt. Kaum verwunderlich daher, dass die nationale und internationale Nilpolitik immer wieder zu Konflikten führt. Vor allem Ägypten, das kaum eine andere Süßwasserquelle neben dem Nil besitzt, vertrat lange Zeit die Ansicht, dass kein anderer Staat den Wasserlauf beeinträchtigen dürfe. 
4. Tag

Fahrt nach Bahir Dar – Kleinstadt mit Flair

Auf dem Weg nach Bahir Dar legen wir eine Rast am Zengena Kratersee ein, dessen Ufer von Akazien und Zypressen gesäumt werden. Die Kleinstadt Bahir Dar erreichen Sie am frühen Nachmittag. Bei einem Bummel entlang der idyllischen Uferpromenade, die sich um den Tanasee zieht, können Sie sich von der Fahrt erholen. Der Blaue Nil entspringt dem See etwas östlich der Stadt. Von hier bahnt er sich seinen Weg durch die tiefen Schluchten, die Sie am Vortag gesehen haben, bis er die sudanesische Grenze erreicht. Auf dem See können Sie zahlreiche Fischer beobachten, die in ihren Papyrus-Booten ihren Fang einholen. Probieren Sie in einem der Cafés unbedingt einen äthiopischen „Saft“, den Spris. Spris ist gestapeltes Fruchtmus und wird oft aus Banane, Papaya, Mango und Avocado hergestellt. Je nachdem, was gerade vorrätig ist. Ein absoluter Schmaus - für den Gaumen und die Augen. 
5. Tag

Bahir Dar – Klöster, Kirchen, Kaffeduft

Bahir Dar gehört zu den schönsten Städten Äthiopiens. Hier findet man von Palmen gesäumte Straßen, ausgebaute Gehwege und schmucke Läden und Cafés. Ein mediterranes Feeling. Im Jahr 2002 erhielt die Stadt den UNESCO - Cities for Peace Preis, für ihren gelungenen Umgang mit der rapiden Urbanisierung. 

Auf den mehr als 20 Inseln des Lake Tana, befinden sich viele Klöster aus dem 14. Jahrhundert. Diese religiösen Zentren des Äthiopisch-Orthodoxen Christentums, steuern wir heute auf einer Bootsfahrt an. Die Klöster bewahren wertvolle historische Manuskripte, religiöse Ikonen und verschiedene Kunstschätze. Lange nicht alle Klöster sind auch für Frauen zugänglich. Wir besuchen daher die Klosterkirche Ura Kidane Mehret, die auch von Frauen besichtigt werden kann. Von außen wirken die meisten Klöster eher schlicht. Doch im Inneren der Rundbauten, erwarten den Besucher farbenfrohe Darstellungen biblischer Szenen. Auf Ihrer Wanderung über die Halbinsel Zeghie nehmen Sie ein Picknick ein und streifen durch die Kaffeewälder der Insel. Am Ausfluss des Blauen Nils können Sie zahlreiche Vogelarten und im Wasser dösende Hippos bestaunen. 
6. Tag

Fahrt nach Gonder – Macht und Intriegen im abessinischen Kaiserreich

Die Königsstadt Gonder gehört, wie so viele andere historische Orte in Äthiopien, zum UNESCO Weltkulturerbe. Von 1636 an war Gonder die Hauptstadt des abessinischen Kaiserreichs. In diesem Jahr begann Kaiser Fasilidas hier einen gewaltigen Palast zu errichten, der von seinen Nachfolgern nach und nach erweitert wurde. In Gonder lässt sich daher ein ganzer Palastbezirk bestaunen. Dass dieser der Nachwelt erhalten blieb, ist eine glückliche Fügung. Denn mehrfach stand die Zukunft der Bauten auf Messersschneide. Die Stadt überstand die Einnahme und Plünderung durch ein Heer von Mahdisten im Jahre 1887 genauso glimpflich wie die „Schlacht von Gonder“, die im Jahr 1941 das Ende der italienischen Kolonialherrschaft über Italienisch-Ostafrika einläutete. 

Vom Palast des Fasilidas spazieren Sie an diesen Tag zur Debre Berhan Selassie Kirche auf dem Gelände des Klosters der „Dreifaltigkeit des Lichts“. Die wundervoll gestalteten Decken und Wände, gehören zu den beeindruckendsten Wandmalereien in Äthiopien.
7. Tag

Simien Mountains – spannende Geologie am Ostafrikanischen Grabenbruch

Von Gonder fahren Sie weiter in die Simien Mountains. Hier erwartet Sie ein spannender Vortrag zur Geologie des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Die vulkanischen Aktivitäten und Erosion haben über Jahrmillionen eine spektakuläre Landschaft geformt. An einigen Stellen ist die Balsaltlave bis zu 3000 Meter stark. Auf einer Wanderung durch die Berge blicken Sie von den hohen Felsplateaus hinab in schroffe Schluchten und tiefe Täler. Denken Sie daran, dass die Temperaturen hier im Hochland zwischen 2 bis 18 Grad Celsius liegen. Bei den hier lebenden Familien, sind Tier und Mensch daher im selben Gebäude untergebracht.
8. Tag

Simien Mountains National Park – Herausforderung Artenschutz

Teile der Simien Mountains gehören zum gleichnamigen Nationalpark. Die Berge sind das reinste Paradies für Naturliebhaber. Im Nationalpark kann man Äthiopische Wölfe, Abessinische Steinböcke, Gelada Paviane und die gewaltigen Lämmergeier beobachten. Auch heute steht eine geführte Wanderung auf dem Programm. Im Anschluss erwartet Sie ein spannender Vortrag eines lokalen Rangers zu den Herausforderungen des Umwelt- und Artenschutzes. Vor allem die Parkgrenzen führen vielerorts immer wieder zu Konflikten zwischen lokaler Bevölkerung und Parkverwaltung. Je nach Wissens- und Arbeitsschwerpunkt des Rangers variiert der Vortrag inhaltlich.
9. Tag

Fahrt nach Aksum – Glaube und Mythos

Nach unserem Naturerlebnis wird es wieder historisch. Wir fahren über den 3100 Meter hohen Wolkefit Pass und verlassen die Simien Mountains. Die Serpentine, die sich über den Pass schlängelt, gehört zu den landschaftlich schönsten Landstraßen Äthiopiens. Aus den Bergen geht es hinab ins Tal des Tekeze Flusses und weiter nach Aksum. 

Einst eines der mächtigsten Reiche der Spätantike, erinnert die heutige Stadt nur noch wenig an den einstigen Glanz. Historiker aus aller Welt begeistern die archäologischen Funde und historischen Stätten an Aksum. Für gläubige äthiopische Christen liegt der Reiz an der Kirche der Heiligen Maria von Zion. Hier, so der äthiopisch-orthodoxe Glaube, wird die Bundeslade mit den Gesetzestexten verwahrt, die Moses von Gott erhielt. Die Kirche gehört deshalb zu den wichtigsten Pilgerorten des Landes. Ob die Bundelade nun hier ist, bleibt eine Glaubensfrage. Denn zu Gesicht darf sie niemand bekommen. Niedergeschrieben ist diese Geschichte im Kebra Nagast (Rum der Könige), einem Bericht über die Herkunft der salomonischen Kaiser. Für Historiker keine gesicherte Quelle, doch äthiopisch-orthodoxe Christen und viele Rastafari sind von seiner Richtigkeit überzeugt. Dem Kebra Nagast zufolge, beginnt die 3000 Jahre währende Kaiserdynastie demnach mit der mysteriösen Zusammenkunft der Königin von Saba und König Salomon in Jerusalem. Von dieser Reise kam sie mit einem Sohn unter dem Herzen zurück: Menelik I. Als Menelik I Jahre später seinen Vater in Jerusalem besuchte, brachte er die Bundeslade mit nach Aksum. 
10. Tag

Aksum – Hochkultur und Handelszentrum

Natürlich besteht Ihre Besichtigung dieser wichtigen archäologischen Stätte und UNESCO Weltkulturerbes nicht nur aus Mythen. Zahlreiche historische Orte zeugen von der Bedeutung und Größe des einstigen Reiches: Der berühmte Stelenpark, das Bad und der Palast „der Königin von Saba“, zahlreiche Gräber einstiger Herrscher und natürlich die berühmte Kirche der Heiligen Maria.In seinen Glanzzeiten war Aksum ein florierendes Handelszentrum, welches rege wirtschaftliche Beziehungen zu Ägypten, Persien, Arabien, Indien und sogar Ceylon unterhielt. Römischen Aufzeichnungen zufolge exportierte Aksum unter anderem Elfenbein, Weihrauch, Gewürze und Sklaven. Aus Indien und dem römischen Reich erhielt es Keramiken, Glasprodukte und Stoffe. Das Reich erstreckte sich über Teile des heutigen Äthiopiens, den Sudan, den Jemen und Eritrea.

In Aksum hielt auch das Christentum Einzug in Äthiopien. Um 345 n. Chr. erklärte König Ezana das Christentum zur Staatsreligion. Damit wurde das Reich zum dritten christlichen Land weltweit. Nur Armenien (316 n. Chr. und Iberien, das heutige Georgien 327 n. Chr.) führten die Religion früher ein. Zur Erinnerung: Das römische Reich nahm das Christentum erst 380 n. Chr. an. Bis heute ist Aksum ein wichtiges religiöses Zentrum in Äthiopien.
11. Tag

Fahrt nach Tigray – die prä-aksumitische Zeit

Schon vor Aksum gab es im heutigen Äthiopien bemerkenswerte Gesellschaften. Auf unserer Fahrt nach Tigray, reisen wir in die vor-aksumitische Zeit zurück. Wir besuchen das 1000 Seelendorf Yeha am Fuße des Löwenbergs. Das Dörfchen wurde um das 9. Jahrhundert v. Chr. durch sabäische Einwanderer gegründet, die über das Rote Meer in die Region eingewandert waren. Der Tempel von Yeha gilt als das älteste erhaltene Bauwerk Äthiopiens. Er steht als Sinnbild für eine weit über das aksumitische Reich hinausgehende, hoch entwickelte Gesellschaft. Und für Äthiopier sind die Beweise für die sabäische Kultur auch ein Beweis für das Wirken der Königin von Saba. 

Unweit des Tempels steht eine relativ neue Kirche aus dem Jahr 1949, die Abba Aftse geweiht ist. Abba Aftse war einer der neun Heiligen, die im 6. Jahrhundert aus dem Oströmischen Reich nach Äthiopien kamen, um das Evangelium zu lehren. Doch schon im 16. Jahrhundert berichteten portugiesische Reisende von einer solchen Kirche. Archäologen vermuten daher, dass in den Jahrhunderten zuvor die Tempelruine als Kirche diente. Ein Grund, der erklärt warum sie die Ruinen (trotz fehlendem Dach) nach all den Jahrhunderten in einem recht guten Zustand befinden.
12. Tag

Tigray – Die Zeit der Prinzen

Mit dem Zerfall Gonders beginnt eine Zeit, die in Äthiopien als „Zeit der Prinzen“ bezeichnet wird. Die Zentralisierung der Macht in der Hauptstadt Gonder hatte den Intrigen und Attentaten auf verschiedene Herrscher nicht standgehalten. Zwar wurden weiterhin Kaiser gekrönt, doch keiner dieser Herrscher war fähig die Einheit des Reiches wiederherzustellen. Es folgte eine Zeit, in der sich die Macht auf zahllose Königs- und Fürstentümer verteilte – die Zeit der Prinzen.

Untergebracht auf der wunderschönen Gheralta Lodge, erhalten Sie an diesem Tag von Ihrem Gastgeber einen Einblick in die lokale Bauweise dieser Region. Typisch für die Tigray Häuser sind kleine, rechteckige Höfe aus Feldstein und Holz. 

Auf einer Wanderung durch das Umland, bieten sich Ihnen malerische Aussichten und die vielen Kirchen machen Ihren Spaziergang zu einer abwechslungsreichen Entdeckungstour.
13. Tag

Fahrt nach Lalibela – ins neue Jerusalem

Heute steht eine ganztägige Fahrt über das Äthiopische Hochland an. Dabei passieren Sie Sekota, wo einst die Könige von Waag herrschten. Sie verstanden sich als direkte Nachfolger der von Lalibela aus herrschenden Zagwe Dynastie. Ähnlich wie in Aksum, sind Glaube und Geschichte in Lalibela eng verbunden.

Der Legende nach erhielt König Lalibela aus der Zagwe Dynastie von Gott höchst persönlich den Auftrag die elf Kirchen aus dem Stein zu schlagen. Hoch oben in den Bergen sollten sie sein, sodass kein Feind sie erreichen könne. Dass König Lalibela dieses Wunder - unterstützt von Engeln - alleine bewerkstelligen konnte, dürfte ein Mythos sein. Doch beim imposanten Anblick dieser Kirchen wird schnell klar, warum er Stoff für eine solche Legende lieferte. Seit ihrer Restaurierung im Jahr 1978, gehören die Kirchen zum UNESCO Weltkulturerbe. In Äthiopien werden sie auch gerne als achtes Weltwunder bezeichnet.
14. Tag

Lalibela – Baukunst und lebendiger Glaube

Erstmals erwähnt, werden die beeindruckenden Kirchen im 12. Jahrhundert in Aufzeichnungen der Patriarchen von Alexandria. Der erste Europäer, der von Ihrer Existenz berichtete war der Portugiese Francisco Álvarez. Er besuchte Lalibela um 1521/22. In seinem Buch verleiht er der Befürchtung Ausdruck, dass man seinen Berichten von dem Wunder dieser Kirchen womöglich keinen Glauben schenken könne.

Tatsächlich ist der Ursprung dieser Kirchen nicht gänzlich geklärt. Manche Bücher datieren ihre Entstehung auf das 8. Jahrhundert, die meisten jedoch auf das 12. Jahrhundert. In dieser Zeit ist auch eine plausible Erklärung für den Gründungsmythos zu finden. Im 11. Und 12. Jahrhundert war Jerusalem stark umkämpft. 1071 n. Chr. eroberten die Seldschuken das Heilige Land, im Jahr 1187 n. Chr. fiel Saladin in Jerusalem ein. Die politischen Gegebenheiten und die Eroberung Jerusalems führten unter den Christen zu der Befürchtung, dass man zukünftig nicht mehr ins Heilige Land pilgern könne. Die Erfindung eines religiösen Gründungsmythos kann daher als Versuch verstanden werden in Lalibela ein neues Jerusalem und religiöses Zentrum für christliche Pilger zu schaffen.

Bis heute finden in den Kirchen täglich Messen statt. Sie sind lebendige Orte des orthodoxen Christentums. Architektonisch sind die Kirchen beeindruckende Meisterwerke. Aus einem Stück in den Stein gehauen, ist jede Kirche an eine andere Epoche angelehnt. Neben Elementen griechischer Tempel, finden sich architektonische Besonderheiten aksumitischer Paläste. Da die Kirchen durch ein Tunnelsystem miteinander verbunden sind, fühlt man sich bei der Besichtigung ein wenig in einen Indiana Jones Film versetzt. 

Am Abend können Sie im Ben Abeba Restaurant, am höchsten Punkt der Stadt gelegen, sowohl internationale, als auch äthiopisch inspirierte Gerichte genießen. Mit spektakulärem Blick über Lalibela. 
15. Tag

Flug nach Addis – Sightseeing und Abschied von Addis

Da die Distanzen einfach zu groß sind, nehmen wir auf der 15-tägigen Reisen von Lalibela einen Flug zurück nach Addis. Das Gute daran: Ihren letzten Tag können Sie mit Ihrem Guide noch einmal dazu nutzen, die quirlige Hauptstadt zu erkunden. Sollten Sie noch ausreichend Zeit vor Ihrem Rückflug nach Deutschland haben, organisieren wir ein kulturelles Abschiedsprogramm am Abend. Selbstverständlich wird Ihr Guide Sie rechtzeitig zum Flughafen bringen.
Enthaltene Leistungen
Kleine Gruppe mit 4 - 12 Teilnehmern
14 Übernachtungen im halben Doppelzimmer und Verpflegung wie im Reiseverlauf angegeben
Transport im Minibus/Kleinbus
Trinkwasser
deutschsprachiger Fahrer/ Reiseleiter
Reisesicherungsschein
Flughafentransfer bei An- und Abreise
Faires und verantwortungsbewusstes Reisen
Eintrittsgelder: kulturelles Programm Addis Abeba
Vorträge/ Begegnungen: Input zu verschiedenen Themen durch den Reiseleiter, Vortrag zur Geologie des ostafrikanischen Grabenbruchs, Vortrag zu Umwelt- und Naturschutz durch Ranger des Simien Mountains Nationalparks, Input zur lokalen Bauweise
Besichtigungen: Besuch des alten Palastes bei Addis Abeba, Stadtbesichtigung Addis Abeba, Kloster Debre Libanos, Jemma Schlucht, Schlucht des blauen Nils, Zengena Kratersee, Uferpromenade von Bahir Dar, Bootsfahrt Lake Tana, Klöster von Bahir Dar, Wanderung auf der Halbinsel Zeghe, Palast des Fasilidas in Gonder, Debre Berhan Selassie Kirche in Gonder, Stadtbesichtigung Aksum, Tempel von Yeha in Tigray, Lalibela Kirche
Tierbeobachtungen/ Parkgebühren: Simien Mountains Nationalpark (mit Wandersafari)
Nicht enthaltene Leistungen
Nicht erwähnte und optionale Ausflüge und Leistungen
Internationaler Flug (Deutschland - Addis Abeba; Addis Abeba - Deutschland)
Inlandsflug (Lalibela - Addis Abeba)
Visa Gebühren
Aufpreis bei Unterbringung im Einzelzimmer
Impfungen, Medikamente
Reiseversicheung/ Auslandskrankenversicherung
Zusatzleistungen
 
Ihre Unterkünfte in Äthiopien

Addis Abeba: Caravan Hotel
Debre Markos: Gozamen Hotel
Bahir Dar: Jacaranda Hotel
Gonder: Goha Hotel
Simien Mountains: Kossoye Lodge
Aksum: Sabean International Hotel
Tigray: Gheralta Lodge
Lalibela: Maribela Hotel
 
Einreisebestimmungen und Gesundheitshinweise Äthiopien

Zur Einreise in Äthiopien benötigt man als deutscher Staatsbürger einen gültigen Reisepass oder einen vorläufigen Reisepass. Die Dokumente müssen bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. 

Zudem benötigt man ein Visum, das im Vornherein bei der äthiopischen Botschaft beantragt werden kann. Hierzu kann man den Antrag entweder persönlich einreichen, wodurch die Bearbeitungsdauer nur ungefähr eine Stunde beträgt, oder auf dem Postweg, was bis zu acht Wochen dauern kann. Genaue Einreisebestimmungen können Sie bei der zuständigen Auslandsvertretung erfragen (http://aethiopien-botschaft.de/).

Bei der Einreise erhält man nur ein Visum, wenn die Einreise über den internationalen Flughafen in Addis Abeba erfolgt. Die Kosten betragen zur Zeit 50 bis 80 US$, bzw. 45 bis 72€. Das Visum wird mit einer Gültigkeit von mindestens einem Monat und maximal drei Monaten ausgestellt. Falls man in Erwägung zieht das Visum erst vor Ort zu beantragen, sollte man sich aufgrund mangelnder Infrastruktur auf längere Wartezeiten einstellen.

Reisende, die direkt aus Deutschland einreisen benötigen keine Pflichtimpfungen. Bei der Einreise über ein Gelbfiebergebiet benötigt man allerdings den Nachweis einer Gelbfieberimpfung. Bei direkter Ausreise aus Deutschland ist zwar keine Gelbfieberimpfung nötig, da Äthiopien allerdings von der WHO als Land mit Übertragungsrisiko eingestuft wurde, sollten Reisende eine Impfung trotzdem in Erwägung ziehen. Bezüglich anderer Impfungen sollten Sie sich am aktuellen Impfkalender des Robert-Koch- Instituts orientieren und das Gespräch mit Ihrem Arzt oder Tropenmediziner suchen. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.rki.de/.

Malaria kommt landesweit und ganzjährig vor. Geringes bzw. kein Risiko besteht jedoch in Addis Abeba und in Regionen, die über 2.200m gelegen sind. Da die Krankheit über den Stich einer bestimmten Mückenart übertragen wird, sollte man während der Dämmerung langärmlige und helle Kleidung tragen, sich in geschlossenen Räumen aufhalten, Insektenschutzmittel auftragen und nachts unter Moskitonetzen schlafen. Außerdem ist eventuell eine Malariaprophylaxe in Erwägung zu ziehen. Holen Sie sich hierfür auf jeden Fall Rat bei einem Tropenarzt ein! Da die besonders gefährliche Malaria tropica auch noch Wochen bis Monate nach Ihrem Aufenthalt ausbrechen kann, sollten Sie in diesem Zeitraum bei Anzeichen von Fieber sofort einen Arzt aufsuchen.

Auch HIV/AIDS ist in Äthiopien verbreitet. Besonders hohes Risiko besteht bei sexuellem Kontakt, bei Drogenmissbrauch (durch unsaubere Kanülen & Spritzen) oder bei Bluttransfusionen. Es sollte immer von Kondomen Gebrauch gemacht werden, besonders jedoch bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Immer wieder wird von vereinzelten Fällen von Cholera und Diarröh berichtet. Durch sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene können Durchfallerkrankungen jedoch meist vermieden werden.

Vom Baden in Süßwassergewässern wird in ganz Äthiopien abgeraten, aufgrund des Bilharziose Risikos. Bilharziose wird beim Baden, Waten oder bei Freizeitaktivitäten im oder am Wasser durch Wurmlarven übertragen, die in die Haut eindringen.

Sie sollten eine eigene Reiseapotheke mit sich führen, die Medikamente für leichtere Erkrankungen und Notfälle beinhaltet. Selbstverständlich sollten Sie eigene Medikamente nicht vergessen, die Sie regelmäßig einnehmen.

Die ärztliche Versorgung in Äthiopien ist nicht mit europäischen Standards zu vergleichen, oftmals fehlen medizinische Mittel, technische Ausstattung und englisch-/französischsprachiges Personal. Eine Auslandskrankenversicherung ist deshalb auf jeden Fall zu empfehlen!

Weitere Informationen bezüglich Einreise- und Gesundheitshinweisen finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes (http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Startseite_node.html).
 
TERMIN
PREIS
PLÄTZE
03.01.2017 - 17.01.2017
Plätze
ab 2640€

10.03.2017 - 24.03.2017
Plätze
ab 2749€

20.10.2017 - 03.11.2017
Plätze
ab 2749€

= Reise buchbar
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Telefon: +49 (0) 30 - 893 793 43
E-Mail: info@mingleafrica.com
 
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10.03.17 – 24.03.17
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