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Ruanda Rundreise 15 Tage - Ruanda Studienreise 15 Tage ab 3129 €
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Rundreise 15 Tage - Ruanda Studienreise

Seit den 1990er Jahren hat sich Ruanda vom Sorgenkind des afrikanischen Kontinents zu einem Reformwunder gewandelt. Das Land hat weltweit den höchsten Frauenanteil im Parlament, die Wirtschaft boomt und an dem rasanten Ausbau der Infrastruktur könnte sich manch deutsche Stadt ein Beispiel nehmen. Ruanda ist ein Land im Aufbruch und diese Aufbruchsstimmung ist ansteckend. Für uns mehr als ein Grund dem kleinen Binnenstaat eine eigene Reise zu widmen.   

Unsere 15 tägige Kleingruppenreise bringt Ihnen die ruandische Kultur, Natur und Geschichte näher und ermöglicht eindrucksvolle zwischenmenschlichen Begegnungen. Treffen Sie in Kigali Künstler im Inema Arts Center und schlendern Sie mit einem lokalen Guide einer gemeindebasierten Tourismusinitiative durch eines der ältesten und lebhaftesten Viertel Kigalis: Nyamirambo. Begegnen Sie in Muhanga Frauen, die sich durch die Gründung von Kooperativen und Handwerksbetriebe eine stärkere Stellung in der Gesellschaft erkämpft haben und erleben Sie die liberale studentische Atmosphäre im „intellektuellen Zentrum“ des Landes: Butare. Lassen Sie sich von ansässigen Farmern in den Anbau des Tees einführen und verfolgen Sie den Weg des Kaffees von einer unscheinbaren Bohne zum beliebtesten Heißgetränk der Welt.   

Wagen Sie sich auf dem Baumkronenpfad im Nyungwe Forest Nationalpark ins Reich der Colobus Affen vor und bestaunen Sie bei einen Wanderung durch eines der ältesten Regenwaldgebiete Afrikas unsere nächsten lebenden Verwandten - die Schimpansen. Auf Ihrer Reise genießen Sie die malerische Landschaft Ruandas mit Muße und abseits großer Touristenströme, z.B. bei einer Radtour entlang des Kuvi Sees oder bei der Besteigung des Bisoke,  einem der acht Virunga Vulkane im berühmten Volcanoe Nationalpark – dem ältesten Nationalpark Afrikas. Lassen Sie Ihre Seele im mondänen Badeort Gisenyi baumeln und genießen Sie das Postkartenidyll der Zwillingsseen Butera und Ruhondo.   

Dass sich Ruanda in Sachen Umweltschutz als Paradebeispiel sieht, merkt man als Reisender bereits am Flughafen. Plastiktüten sind nicht nur in den Supermärkten ein Tabu, sondern auch im Reisegepäck von Touristen. Was leicht als Aktionismus abgetan werden kann, macht sich deutlich im Stadtbild von Kigali bemerkbar. Die Stadt ist eine der saubersten des ganzen Kontinents. Um den Umweltschutz voran zu treiben setzt das Land nicht nur auf Regularien. Umweltbildung und gesellschaftliche Teilhaben an den Früchten des Artenschutzes nehmen einen hohen Stellenwert ein. Erst 2015 eröffnete in Karongi das erste Umweltmuseum Afrikas – selbstverständlich statten wir ihm einen Besuch ab.   

Der Erfolg des Landes wird vor allem Ruandas Präsidenten Paul Kagame zugeschrieben. Der einstige Rebellenführer regiert das Land seit dem Ende des Völkermordes 1994 mit harter Hand. Auch diesem traurigen Kapitel der ruandischen Geschichte widmen wir uns auf unserer Reise. Wir besichtigen das Genocide Memorial und das Presidential Palace Museum in Kigali und besuchen die National Art Gallery in Nyanza. Die Gründung der zeitgenössischen Kunstgalerie geht auf den Archäologieprofessor Dr. Kanimba zurück, der die Kraft der Kunst als einen Weg  zur Verarbeitung und Aufarbeitung des Völkermordes hervorhob. Hier beschäftigen wir uns auch mit der vorkolonialen Geschichte des Landes. Denn Nyanza war die letzte Hauptstadt des vorkolonialen Königreichs Ruanda. Das King’s Palace Museum gibt mit seinem detailgetreuen Replika des einstigen Königspalastes Einblick in die Ära ruandischer Monarchien.
Für uns selbstverständlich:
Eine garantierte Durchführung der Reisen ab 4 Personen.
Kleine Gruppengrößen mit maximal 12 Personen.
Sozial verantwortliches Reisen, das vor Ort die wirtschaftlichen Strukturen stärkt, z.B. durch familiengeführte Unterkünfte und lokale Guides.
Ein respektvoller Umgang mit der lokalen Bevölkerung, der die Privatsphäre und Würde der Menschen achtet und Armut nicht zur touristischen Attraktion werden lässt.
Umweltbewusstes Reisen, z.B. durch einen Verzicht auf Inlandsflüge und Stadtbesichtigungen zu Fuß oder mit dem Rad.
Gerne organisieren wir für Sie ein Hotel, wenn Sie früher anreisen oder abreisen möchten.
1. Tag

Kigali - eine Stadt putzt sich heraus

Murakaza neza mu Rwanda - Willkommen in Ruanda! Ihre Reise beginnt in Ruandas Hauptstadt Kigali, der größten Stadt des Landes. Wer schon andere afrikanische Großstädte besucht hat, wird die typischen schwarzen Plastiktüten “vermissen”, die in anderen Städten Straßen, Zäune und Parks zieren. In Ruanda sind Plastiktüten seit 2009 in Supermärkten verboten, nur in wenigen Sonderfällen ist der Gebrauch der Tüten gestattet. Kigali ist daher eine der saubersten Städte des afrikanischen Kontinents. Eine der sichersten übrigens auch. 

Nach dem Flughafentransfer haben Sie erst einmal die Gelegenheit sich auszuruhen und die vielfältigen ersten Eindrücke auf sich wirken zu lassen.
2. Tag

Kigali - Hochglanz und Schattenseiten

Zu Fuß machen wir uns auf Kigali eingehender zu erkunden. Besonderes Interesse gilt der Geschichte dieses kleinen, faszinierenden Landes. Wir besuchen das Handels- und Finanzzentrum mit seinen beeindruckenden Hochhäusern und den verspiegelten Fassaden und schlendern durch den historischen Stadtteil Kiyovu, der als Schaubild der Gegensätzlichkeit der ruandischen Bevölkerung gilt. Auf dem Caplaki Craft Market können Sie bereits erste, liebevoll in Handarbeit gefertigte Souvenirs erstehen.

Am Nachmittag setzen wir uns mit einem der traurigsten Kapitel der ruandischen Geschichte und einem der größten Versagen der Internationalen Gemeinschaft auseinander. Hundert Tage dauerte der Völkermord im Jahr 1994, der rund einer Million ruandischen Tutsi und moderaten Hutu das Leben kostete. Männer und Frauen blieben mit furchtbaren Erinnerungen zurück, Kinder ohne Eltern. Erst durch das Einschreiten der Rebellengruppe ‘Ruandische Patriotische Front’ fand das Morden ein Ende. Folgen waren Flüchtlingsströme und wirtschaftliche Probleme, aber vor allem die Aufarbeitung stellte Ruanda vor enorme Herausforderungen. Das Genocide Memorial, welches wir besichtigen, arbeitet diesen Teil der ruandischen Geschichte auf und gibt uns die Chance zumindest in Ansätzen zu verstehen, wie es zu diesem Grauen kommen konnte.

Im Anschluss besichtigen wir das Presidential Palace Museum. Hier residierten die Präsidenten Juvénal Habyarimana und Pasteur Bizimungu während der 1970er- bis 1990er Jahre. Habyarimana schürte gezielt den Hass und das Misstrauen zwischen Hutu und Tutsi Bevölkerung. Sein Tod im April 1994 wurde als Auslöser für den Genozid instrumentalisiert. Die Wrackteile des Flugzeuges liegen nach wie vor auf dem Gelände. Bizimungu schloss sich 1990 der Rebellengruppe „Ruandische Patriotische Front“ an. Während des Hutu-Regimes, das bis 1994 das Land kontrollierte, hatte er einige bedeutende Posten inne. Im Juli 1994 ernannte man Bizimungu zum Präsidenten. Der heutige Präsident Paul Kagame wurde zum Vizepräsidenten auserwählt. Der Palast bietet eindrucksvolle Einblicke in die Lebenswelten der beiden Präsidenten Habyarimana und Bizimungu.
3. Tag

Kigali - Neue Entwicklungen

Dieser Tag steht ganz unter dem Motto “Neue Entwicklungen in Ruanda”.  Am Vormittag besuchen wir das Kongresszentrum Kigalis, das mit seiner abgerundeten Kuppel an ein umgedrehtes Bienennest erinnert. Die spiralförmige, dynamische Kuppelkonstruktion ist begehbar und in vielfacher Hinsicht einmalig - ein Zeichen für die Identität eines politisch wie wirtschaftlich aufstrebenden Landes. Das Zentrum soll der Stadt den Weg zur Metropole ebnen und internationale Kongresse, Ausstellungen, und kulturelle Events  anziehen. Im Juli 2016 fand hier das 27. Gipfeltreffen der Afrikanischen Union statt.

Weiter geht es für uns zum Inema Arts Center, einer Initiative ruandischer Künstler von denen wir den ein oder anderen hier auch antreffen werden. Im Inema finden regelmäßig Workshops, Schulungen und Fortbildungen statt. Künstlern und Kunstinteressierten bietet das Centrum einen Raum, um sich malerisch auszudrücken. Doch auch Tanz, Gesang und andere schöngeistige Talente vereint das Inema unter einem Dach. Tauschen Sie sich mit den Künstlern über ihre aktuellen Arbeiten aus und erhalten Sie in der Galerie einen Eindruck von der vielseitigen und vielschichtigen ruandischen Kunst und Kulturszene.

Kulturell weiter geht es in Nyamirambo, einem der ältesten und lebhaftesten Viertel in Kigali. Durch das Viertel leiten wird Sie ein lokaler Guide, der Teil einer gemeindebasierten Tourismusinitiative ist. Armut reduzieren, Einkommen generieren - für uns der Kern eines verantwortungsvollen Tourismus. Eine Initiative, die wir daher gerne unterstützen, vor allem, da die Tour einen wundervollen Einblick in das alltägliche Leben und die Kultur unserer Gastgeber liefert. Erfahren Sie zum Beispiel mehr über die Handwerkskunst des Korbflechtens, kosten Sie frisch zubereitete Kochbananen oder unterhalten Sie sich mit den Händlerinnen, die ihre Waren entlang der schmalen Gassen feilbieten.
4. Tag

Muhanga - Altes und neues Handwerk

Wir verlassen Kigali und fahren nach Muhanga (ehemals Gitarama), die zweitgrößte Stadt des Landes. Auf unserem Weg nach Westen legen wir einen Zwischenhalt bei zwei Weberkooperativen ein. Die Handwerkskunst der Korb- und Schmuckweberei ist in Ruanda Jahrhunderte alt. Im Alltag werden die verschiedenen Körbe zur Aufbewahrung von Nahrungsmitteln, insbesondere Getreide verwendet. Aber auch bei Zeremonien wie Hochzeiten und Taufen kommen die Körbe zum Einsatz. Historisch wurde die Webkunst von Mutter zu Tochter weitergereicht. Eine ganz neue Bedeutung gewann das Handwerk jedoch nach 1994. Denn nach dem Völkermord waren es vor allem die Frauen, die begannen die Scherben der Gesellschaft wieder zusammen zu fügen. Um für sich, die Familien und die zahllosen Waisen zu sorgen, schlossen sich viele Frauen in kunsthandwerklichen Kooperativen zusammen. Die Eigeninitiative verhalf den Frauen nicht nur zu einem sicheren Einkommen, sondern auch zu einer gänzlich neuen und gestärkten Stellung innerhalb der Gesellschaft und ihren Familien. Eine bewegende und inspirierende Geschichte, die einen hoffnungsvoll in die Zukunft dieses Landes blicken lässt.

In Muhanga besuchen wir unter anderem die älteste Kathedrale des Landes, die Kabgayi Cathedral. An die Kathedrale angeschlossen ist ein sehenswertes Museum, das uns die Geschichte und Verwendung verschiedener ruandischer Gebrauchsgegenstände näher bringt. Darunter Waffen, Musikinstrumente, Spiele und Medizin. Historische Bedeutung erhielt Gitarama 1961, als die ruandische Monarchie hier abrupt ein Ende fand. In einer Nacht- und Nebelaktion erklärten Bürgermeister und Gemeinderäte auf einer Konferenz die Monarchie für beendet und setzen eine Übergangsregierung ein. Neben der Kathedrale befindet sich eine Gedenkstätte für die Opfer des Völkermordes und ein Massengrab. Zehntausende aus dem Umland hatten 1994 vergeblich Zuflucht auf dem Kirchengelände gesucht.
5. Tag

Kunst, Kultur und Heißgetränke

Wir machen uns auf den Weg zum Nyungwe Nationalpark, dem größten zusammenhängenden Bergwald Ost- und Zentralafrikas. 

Unser erster Zwischenhalt ist Butare. Die kleine Stadt im Süden Ruandas besticht durch ihre liberale studentische Atmosphäre. Seit dem Ende der Kolonialzeit hat sich Butare zum intellektuellen Zentrum des Landes gemausert. Hier befinden sich die Nationaluniversität und das Ethnographische Nationalmuseum. Zahlreiche Exponate, darunter landwirtschaftliche Geräte, Kleidung und Musikinstrumente, liefern uns einen Einblick in die vorkoloniale Gesellschaft Ruandas. Auch unterhaltsames, wie eine Anleitung zum Brauen von Bananenbier, findet hier seinen Platz. Zweifellos eine der best-kuratierten Ausstellungen in der Region.

Zweiter Stopp wird die historische Stadt Nyanza: die letzte Hauptstadt des vorkolonialen Königreichs Ruanda. Auf zwei gegenüberliegenden Hügeln thronen der „alte“ und „neue“ Königspalast. Das “King’s Palace Museum” ist kein Museum im klassischen Sinne. Auf dem Gelände befindet sich ein liebevolles und detailgetreues Replika des Palastes von King Mutara III Rudahigwa mitsamt seiner Nebengebäude. Das königliche Anwesen hält einige architektonische Eigenheiten bereit. Der neue Palast beherbergt  die National Art Gallery. Ihre Gründung geht auf den Archäologieprofessor Dr. Celestin Kanimba zurück, der die Kunst als Weg sah den Völkermord zu verarbeiten. Die Galerie verfügt über eine beeindruckende Sammlung zeitgenössischer ruandischer Kunst. Darunter Werke von Jean-Claude Sekijege und Yves Manzi. Ein zunehmend bekannt werdender Künstler ist Patrick Ruganintwali, der sich mit der Aufarbeitung des Genozids durch Kunst befasst. Erst seit wenigen Jahren nimmt das Interesse an ruandischer Kunst (national und international) zu. Noch können die wenigsten Künstler in Ruanda ihren Lebensunterhalt mit der Kunst bestreiten. Umso mehr zeichnet sich die ruandische Kunstszene durch Improvisationstalent und Leidenschaft aus. 

Am Nachmittag besuchen wir das Gisakura Tea Estate. Lokale Farmer bringen uns das beliebte Heißgetränk und Hauptexportgut Ruandas näher. Das milde Klima und der fruchtbare vulkanische Boden Ruandas bieten perfekte Voraussetzungen für den Anbau von Tee. Wussten Sie, dass alle Teesorten aus der Camelia-Teepflanze gewonnen werden und erst die Herstellungsmethode über die Sorte des Tees entscheidet? Essentiell für die ruandische Landwirtschaft ist der Terrassenfeldbau. Er sorgt dafür, dass das Land nicht verschlammt und der kostbare, fruchtbare Boden weggeschwemmt wird. In Cyangugu erfahren wir bei einem spannenden Vortrag mehr über die ruandische Landwirtschaft und das ausgeklügelte Bewässerungssystem. 
6. Tag

Über den Wipfeln - der Nyungwe Forest Nationalpark

Unsere Reise führt heute hinein in den Nyungwe Forest Nationalpark. Der 2012 gegründete Park ist außerhalb Ostafrikas nach wie vor kaum bekannt und wird von vielen Touristen übersehen. Dabei umfasst das Schutzgebiet eines der ältesten Regenwaldgebiete Afrikas und ist Ruandas bedeutendste Region zum Schutz der Artenvielfalt. Hier haben wir die Chance die einmalige Pflanzenwelt zu bestaunen und einen Blick auf die ein oder andere der 13 im Park beheimateten Primatenarten zu werfen, darunter Schimpansen und Colobus-Affen. Im Park befindet sich außerdem ein Baumkronenpfad, der allen, die nicht unter Höhenangst leiden, einen tollen Ausblick über den Wald und die grünen, nebelverhangenen Hügel Ruandas bietet.
7. Tag

Nyungwe Forest Nationalpark - Im Reich der Schimpansen

Ein weiterer Tag im Nyungwe Nationalpark erwartet uns. Zusammen mit einem ortskundigen Guide machen wir uns auf die Suche nach Schimpansen. Je nachdem wo sich die Tiere befinden, steht uns eine kleine Wanderung bevor. Festes Schuhwerk ist auf jeden Fall zu empfehlen! Schimpansen sind die nächsten Verwandten des Menschen und leben in verschiedenen Regionen des mittleren Afrikas. Meist leben sie in Großgruppen von bis zu 150 Tieren, es können sich allerdings kleine Untergruppen bilden, in denen die Schimpansen nur kurz oder über eine längere Zeitspanne hinweg leben. Wir beobachten die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld und erfahren faszinierendes. Zum Beispiel, dass Schimpansen Allesfresser sind und neben Früchten und Blättern sogar kleinere Säugetiere, wie Fledermäuse, auf ihrem Speiseplan stehen. Wir lassen den Tag mit einer entspannten Wanderung zu einem nahe gelegenen Wasserfall ausklingen. Ein guter Ort um zu entspannen und das Erlebte Revue passieren zu lassen.
8. Tag

Karongi - das erste Umweltmuseum Afrikas

Wir fahren weiter in einen der malerischsten Landstriche Ruandas. Eingebettet in eine steile Hügellandschaft mit üppiger Vegetation, liegt der Lake Kivu - ein Binnensee, den sich Ruanda mit der Demokratischen Republik Kongo teilt. In dem beschaulichen Ort Karongi (Kibuye) besuchen wir das erste Umweltmuseum des Kontinents. Ruanda sieht sich selbst beim Umweltschutz als Vorbild für andere afrikanische Staaten. Im Jahr 2005 wurde ein rigoroses Umweltschutzgesetz erlassen, ein Jahr später wurde die Umweltbehörde Rwanda Environment Management Authority gegründet. Seitdem gelten horrende Strafen für illegale Müllentsorgung. Mülltrennung ist gesetzlich vorgeschrieben und Plastiktüten sind grundsätzlich verboten. Das Gesetz werden Sie am Flughafen bereits kennengelernt haben, denn das Gepäck wird auf Plastiktüten durchsucht. Im Jahr 2014 standen bereits 9.4% der Gesamtfläche Ruandas unter Naturschutz, Tendenz steigend. Dass Umweltschutz in Ruanda einen hohen Stellenwert hat, liegt auch in der Tatsache begründet, dass das Land eines der dichtbesiedelsten Gebiete der Welt ist. Um Landnutzungskonflikte zu verhindern setzt die Regierung mit Projekten wie dem Umweltmuseum in Kibuye auf Umweltbildung und Aufklärung. Das Museum of Environment öffnete 2015 seine Pforten. Verschiedene Themenräume bieten Einblick in Natur und Umweltschutz, erneuerbare Energien und den Klimawandel. Spannend für den internationalen Besucher ist unter anderem die Ausstellung zu Heilpflanzen und ihrer „traditionellen“ Anwendung.
9. Tag

Gefährlicher Schatz im Kivusee

Wir bestaunen einen weiteren Tag die Postkartenidylle am Kivusee. Eine physikalische Besonderheit des Sees: Sowohl Wassertemperatur, als auch Salzgehalt steigen mit zunehmender Tiefe. Ursache hierfür sind vulkanische Quellen am Grund des Sees. Als im Jahr 1984 mehrere Menschen in der Nähe des Sees starben und Gerüchte über Gaswolken laut wurden, rückte der See ins Interesse der Wissenschaft. Die Erkenntnis… Im Kivu liegt der wohl ungewöhnlichsten Schatz aller Seen: Methan. Wirtschaftlich ist das Gas ein ‘Segen’ für Ruanda, denn es kann zur Energiegewinnung genutzt werden. Eine Ressource, die das Land dringend benötigt und mit den riesigen Methanvorkommen ließe sich eine deutsche Großstadt 50 Jahre lang mit Strom versorgen. Trotz dieser positiven Wende herrscht Furcht unter der ansässigen Bevölkerung. Wenn die Methan-Blase eines Tages an die Oberfläche steigt und sich das Gas ausbreitet, würde es die Atemluft verdrängen. Ein Todesurteil für alles Leben auf einer Fläche von 10.000 Quadratkilometern um den See. Wie genau versucht wird, dem entgegenzuwirken, erfahren wir bei einem Besuch der weltweit bislang einzigen Methangas Förderplattform. Die KivuWatt gilt als Vorzeigeprojekt Ruandas in Bezug auf Stromversorgung. Weitere Projekte dieser Art befinden sich bereits in Planung. Durch Mitarbeiter der Plattform erfahren wir mehr über die Förderung des Gases, den Nutzungskonflikt zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo und wir bekommen die Gelegenheit, uns die Plattform genauer anzusehen.
10. Tag

Auf den Spuren des Tees

Es geht für uns weiter Richtung Norden, wo wir ein weiteres wichtiges Exportgut Ruandas näher kennenlernen, den Kaffee. Bei der Kinunu Kaffee-Waschstation erfahren wir mehr über die schwarzen Bohnen, über die Verarbeitung und wie sie letztendlich in Kaffeetassen auf der ganzen Welt gelangt.  Die Kaffee-Waschstation liegt wunderschön an einem Hang und bietet einen wundervollen Blick über den Kivusee. In der Ferne kann man den Vulkan Karonji bewundern.

Wir fahren weiter nach Gisenyi, an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Ein besonderes Merkmal Gisenyis ist, dass die Stadt fast nahtlos in die kongolesische Stadt Goma übergeht. Die beiden Städte werden nur durch die Landesgrenze getrennt, weshalb viele Kongolesen in Gisenyi arbeiten oder Handel treiben. Auch einige Ruander überqueren jeden Tag die Grenze, um in Goma ihrer Beschäftigung nachzugehen. Um die Überquerung der Grenze einfacher zu gestalten, gibt es zwei Grenzübertritte, die ‘Petite Barrière’ und die ‘Grand Barrière’, die täglich von ca. 6000 Menschen genutzt werden. Über den beiden Städten erhebt sich der Vulkan Nyiragongo, einer der acht Virunga-Vulkane, der noch immer aktiv ist. An manchen Tagen kann man den Himmel über dem Vulkan rot leuchten sehen, halten Sie die Augen offen! Während der Kolonialzeit war Gisenyi ein recht mondäner Badeort. Die Uferpromenade, nun etwas verfallen, zeugt noch von dieser Zeit. Über der kolonialen Altstadt, die sich gesäumt von alten Villen an den See schmiegt, liegen die neue Geschäftsmeile und der geschäftige Markt. Eine Provinzstadt mit eigenem Charme, die viele reiche Ruander, Expatriierte und Reisende gleichermaßen anzieht. 
11. Tag

Mit dem Rad auf dem Congo Nile Trail

Am heutigen Tag steht etwas sportliche Betätigung auf dem Programm. Über insgesamt 227 Kilometer schlängelt sich der Congo Nile Trail entlang des Lake Kivu. Keine Angst, wir werden nicht die gesamte Stecke in Angriff nehmen und unsere Radtour ist moderat bis einfach. Eine wundervolle Art die malerische Landschaft zu erleben. Wir starten früh morgens und fahren mit dem Fahrrad Richtung Süden. Der Weg führt entlang des Ufers des Kivusees, durch ländliche Siedlungen, sanfte Hügellandschaften und abgelegene Regionen Ruandas. Im kleinen Fischerdorf Nkora angekommen belohnen wir uns mit einem Mittagessen am Strand. Anschließend verladen wir unsere Fahrräder auf ein Boot, genießen die Aussicht vom See auf die zurückgelegte Strecke und lassen uns entspannt auf dem Wasserweg zurück nach Gisenyi bringen.
12. Tag

Magische Höhlen im Schatten der Vulkane

Nach einem Stadtrundgang mit Einblick in die Wirtschaft und Entwicklung von Gisenyi machen wir uns auf den Weg zum Volcanoes Nationalpark, dem ältesten Nationalpark Afrikas. Auf unserer Fahrt besuchen wir unweit von Gisenyi die Pfunda Teefabrik. Das Unternehmen gehört zu den bedeutendsten Arbeitgebern und produzierenden Gewerbe des Landes. Was einen guten Tee ausmacht und welche Schritte nötig sind, um die Blätter in den aromatischen und weltweit beliebten ruandischen Tee zu verwandeln, erfahren wir von einem Mitarbeiter bei unserem Rundgang durch die Fabrik. Wir haben die Möglichkeit den Weg der Teeblätter durch die Maschinen zu verfolgen. Lach- und Sachgeschichten live, nur ohne Maus und Elefanten. 

Weiter geht es landeinwärts, nach Musanze, einer Stadt im Dreiländereck Ruanda, Demokratische Republik Kongo und Uganda. Die Stadt liegt an der Grenze des Volcanoes Nationalparks, was ihr zahlreiche Touristen beschert. Bedeutend für die Stadt und ihre wirtschaftliche Situation ist vor allem die Nähe zum Volcanoes National Park. Nicht weit außerhalb der Stadt befinden sich die Musanze Caves, ein Höhlensystem, das durch unterirdisch fließende Lava entstand. Neben faszinierenden Einblicken in die Geologie und Entstehungsgeschichte unseres Planeten, sind die Höhlen vor allem eines: Eindrucksvoll. Ein magisches Erlebnis ist die Begegnung mit einer riesigen Fledermauskolonie in den Höhlen. In Kriegszeiten dienten die Höhlen den Menschen jahrhundertelang als Zufluchtsort. So auch 1994. Für die ansässige Bevölkerung haben die Höhlen daher eine besondere Bedeutung. Um dies zu respektieren, ist die Anzahl an Besuchern limitiert. Bitte verhalten Sie sich bei Ihrer Besichtigung entsprechend respektvoll.
13. Tag

Postkartenidyll an den Zwillingsseen

Das Leben der Menschen rund um den Volcanoes Nationalpark wird maßgeblich durch die inaktiven Vulkane, die Virunga-Bergkette, geprägt. Wir nutzen die Gelegenheit und ergänzen die eindrucksvolle Naturerfahrung mit etwas Wissen über den Vulkanismus. Der lokalen Bevölkerung sichern die fruchtbaren Böden und die zunehmende Zahl an Touristen ein Einkommen. Viele Touristen reisen vor allem aufgrund der Vulkane und der dort vorherrschenden, endemischen Flora und Fauna nach Ruanda. Etwa 60 Prozent der ruandischen Bevölkerung profitieren bereits vom Fremdenverkehr. Sowohl Tourismus, als auch Landwirtschaft bergen jedoch immer wieder Konfliktpotential. Für uns ist es daher essentiell einen ökologisch verantwortungsvollen Tourismus in dem Gebiet zu fördern. 

Highlight des Tages wird ihr Besuch der Twin-lakes (Zwillingsseen) Butera und Ruhondo. Die beiden wunderschönen Seen werden von Besuchern leider oft vernachlässigt. Mit ihren vielen kleinen Inseln, den tiefgrünen Wäldern und einem atemberaubenden Blick auf die umliegenden Berge, sind sie auf jeden Fall einen Besuch wert. Vogelliebhaber werden hier ganz besonders auf ihre Kosten kommen. Beobachten Sie die lokalen Fischer bei ihrer Arbeit oder halten Sie einfach nur inne und genießen sie die Postkartenidylle.
14. Tag

Besteigung des Bisoke

Der Tag beginnt heute sehr früh, da uns ein langer Fußmarsch bevorsteht, hinauf auf den Bisoke (auch Visoke genannt). Der Bisoke ist einer der acht Virunga-Vulkane und weist eine stolze Höhe von 3.711m auf. Die Hänge der Virunga-Vulkane sind der natürliche Lebensraum der stark gefährdeten Berggorillas, die man allerdings nur sehr selten zu Gesicht bekommt. Was uns mit Sicherheit erwartet, ist die einmalige Vegetation des Vulkanhanges. Die Virunga-Vulkane stehen unter Naturschutz, die landwirtschaftliche Nutzung ist strengstens verboten. Die Parkgrenze ist durch eine kleine Steinmauer gekennzeichnet. Bis an die Mauer heran wird das Land für den Anbau von Kartoffeln, Bohnen und Zwiebeln genutzt. Doch hinter der Mauer erwartet uns der natürliche Bergnebelwald, durchzogen von Moosen, Flechten und Baumfarnen. Der ca. 5-stündige Aufstieg ist steil und herausfordernd, jedoch jede Anstrengung wert. Begleitet werden wir von lokalen Guides, die uns mit helfenden Händen zur Seite stehen und die Tour mit interessantem Wissen zur Tier- und Pflanzenwelt bereichern. Anschließen werden sich unserer Gruppe zudem bewaffnete Soldaten, da in den Hängen der Vulkane, neben Gorillas auch Büffel und Bergelefanten leben. Über ungebetene Gäste sind diese Tiere wenig erfreut. Lassen Sie sich jedoch nicht verunsichern, unsere Guides und Soldaten sind bestens ausgebildet und die Wahrscheinlichkeit einem dieser scheuen Tiere über den Weg zu laufen ist doch sehr gering. Am Gipfel angekommen erwartet uns bei klarem Himmel ein fantastischer Ausblick über die steil abfallenden Hänge und den Kratersee. Ein mehr als würdiger Abschluss unserer Reise durch dieses beeindruckende Land.
15. Tag

Abschied nehmen

Nach 15 Tagen eindrucksvoller und interessanter Erlebnisse, heißt es heute Abschied nehmen. Wir fahren gemeinsam zurück nach Kigali, wo unsere Reise auch begonnen hat. Auf der Fahrt haben Sie ein letztes Mal die Gelegenheit, Ruandas Landschaft auf sich wirken zu lassen. Der Weg führt uns durch die grünen Hügel, vorbei an kleinen Dörfern und zahlreichen Bananenfeldern. In Kigali angekommen werden Sie von uns selbstverständlich an den Flughafen gebracht.
Enthaltene Leistungen
Nicht enthaltene Leistungen
Zusatzleistungen
 
Ihre Unterkünfte in Ruanda
Kigali: Step Town Motel
Muhanga Town: St Andre Guest House
Nyungwe: Gisakura Guest House
Karongi: Rwiza Village Guest House
Gisenyi: Paradis Malahide
Musanze: Muhabura Hotel 

 
Einreisebestimmungen und Gesundheitshinweise Ruanda

Zur Einreise in Ruanda benötigt man als deutscher Staatsbürger einen gültigen Reisepass oder einen vorläufigen Reisepass. Kinder benötigen einen Kinderreisepass. Die Dokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.

Seit Ende 2014 benötigen deutsche Staatsbürger ein Visum um nach Ruanda reisen zu können. Dieses kann bei der Reise gegen einen Betrag von 30US$/ 30€ beantragt und für 90 Tage erteilt werden. Zudem besteht die Möglichkeit vor der Reise ein East African Visa für die Länder Kenia, Ruanda und Uganda zu beantragen, das den Reisenden zur mehrfachen Einreise befugt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 100 US$/ 100€. Das East African Visa kann bei der ruandischen Botschaft in Berlin beantragt werden.
Einreisebestimmungen können jederzeit verändert werden, Informationen hierzu sollten Sie bei der ruandischen Botschaft einholen.

Seit Anfang 2016 verlangt Ruanda von allen Einreisenden den Nachweis einer Gelbfieberimpfung. Ruanda verlangt dabei ein international gültiges Impfzertifikat, das alle 10 Jahre erneuert werden muss. Ruanda gehört zu den Gelbfieber Endemiegebieten, weshalb eine Impfung auch aus gesundheitlichen Gründen dringen empfohlen wird.

Anlässlich einer Reise sollten zudem die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert- Koch-Instituts überprüft und vervollständigt werden. Informationen Hierzu finden Sie unter http://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html. Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Arzt beraten.

Bezüglich Malaria besteht ein ganzjähriges Risiko, das sich jedoch aufgrund der geographischen Gegebenheiten vor Ort nicht genauer definieren lässt. Da die Übertragung durch Mücken erfolgt, ist es ratsam während der Dämmerung geschlossene Räume aufzusuchen, helle und langärmlige Kleidung zu tragen, Insektenschutzmittel aufzutragen und nachts unter einem Moskitonetz zu schlafen. In Erwägung zu ziehen ist zudem eine Malariaprophylaxe, lassen Sie sich hierzu auf jeden Fall von einem Tropenmediziner beraten.

Auch HIV/AIDS spielt in Ruanda eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Rund 3% der 15 - 49 Jährigen ist HIV positiv. Erhöhtes Risiko besteht vor allem bei sexuellem Kontakt, bei unsauberen Kanülen/Spritzen bei Drogenmissbrauch und bei Bluttransfusionen. Empfohlen wird immer die Benutzung von Kondomen!

Vor allem in ländlichen Regionen ist die gesundheitliche Versorgung nicht mit Europa zu vergleichen. Oftmals fehlt es an medizinischer und technischer Ausstattung und ausreichend hygienischen Rahmenbedingungen. Gute ärztliche Versorgung kann man jedoch in Kigali erwarten. Grundsätzlich ist in Ruanda für ärztliche Leistungen immer Vorkasse zu leisten, der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung eventuell mit Rückholoption ist zu empfehlen.

Weitere Informationen bezüglich Einreise- und Gesundheitshinweisen finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes (http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Startseite_node.html).

 
TERMIN
PREIS
PLÄTZE
20.03.2017 - 03.04.2017
Plätze
ab 3129€

01.05.2017 - 15.05.2017
Plätze
ab 3129€

12.06.2017 - 26.06.2017
Plätze
ab 3129€

24.07.2017 - 07.08.2017
Plätze
ab 3129€

28.08.2017 - 11.09.2017
Plätze
ab 3129€

02.10.2017 - 16.10.2017
Plätze
ab 3129€

20.11.2017 - 04.12.2017
Plätze
ab 3129€

= Reise buchbar
= Nur noch wenige freie Plätze
= Nicht mehr buchbar
 
Wir beraten Sie gerne!

Telefon: +49 (0) 30 - 893 793 43
E-Mail: info@mingleafrica.com
 
20.03.17 – 03.04.17
01.05.17 – 15.05.17
12.06.17 – 26.06.17
24.07.17 – 07.08.17
28.08.17 – 11.09.17
02.10.17 – 16.10.17
20.11.17 – 04.12.17
= Anfragen
= Buchen
 

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